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Autorenvorstellung; Mona Silver

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Es ist wieder soweit und ich stelle Euch meinen nächsten Autor vor. Heute habe ich das Vergnügen Euch Mona Silver vorzustellen. Mona Silver ist Euch vielleicht bekannt durch die Bücher über die Bo’othi, wovon ich Teil eins gelesen habe und echt begeistert war. Aber zu ihren Büchern komme ich später noch.

Mona Silver hat wohl schon mehr von der Welt gesehen wie die meisten von uns . Sie war in Ländern wie Peking, China USA Litauen etc. und liebt es kreativ zu sein. Ihr erster Roman Verlorener Stern erreichte 2015 den zweiten Platz als bester Deutscher Fantastik Preis. 

Meine Rezension zu diesem Buch findet ihr hier

Verlorener Stern; Mona Silver

 

Ich habe Mona Silver ein paar Fragen gestellt, was mir viel spass gemacht hat.

Hier kommt ihr zu Mona Silvers Blog Sternenbotschaft

 

Wie bist Du Autorin geworden?IMG_0543
Hm, wie wird man Autorin? Man setzt sich hin und fängt an zu schreiben. 😉 Scherz beiseite, ich habe immer viel geschrieben, vom Einkaufszettel und Checklisten über endlos lange Mails und kleinere Artikel für Webseiten oder Betriebszeitungen. Als Teenager habe ich sogar mal ein ganzes „Buch“ geschrieben, noch auf einer mechanischen Schreibmaschine und ohne Google und ohne all die Hilfsmittel, die man heute so hat. Ich hatte das also schon immer irgendwie im Blut, nur kam das Leben dazwischen und irgendwie blieb das mit dem Buch dann lange auf der Strecke. Die Ideen zu eigenen Geschichten waren aber immer da und ich hab öfters mal irgendwas zusammengesponnen, ohne es je zu Papier zu bringen. So kam es dann auch, dass ich einen relativ großen Schatz hatte, aus dem ich schöpfen konnte, als ich mich dann tatsächlich dran setzte. Das war Weihnachten 2013. Zu dem Zeitpunkt hatte ich keine Ahnung, warum ich das tue und dass da je ein Buch draus werden könnte, glaube ich auch nicht. Ich tat es einfach nur so, aus Spaß. Eine Freundin hat dann meinen Rohentwurf mitgelesen und sie überzeugte mich davon, dass das spannend genug wäre, um wirklich ein Buch zu werden. Also blieb ich dran und habe es tatsächlich fertig geschrieben. Und es Verlagen vorgestellt. Mit der Zusage des Sieben Verlags wurde das ganze dann besiegelt. Ich glaube, ohne das, hätte ich nie drüber nach gedacht, noch mehr zu schreiben, oder gar als Selfpublisher rauszugehen. Aber so nahm alles sein Lauf und mittlerweile kann ich mich glaube ich dank bislang drei veröffentlichter Bücher mit Fug und Recht Autorin nennen. 🙂

Ok, das klingt einfach 🙂 Wenn ich mir überlege wieviel ich schon immer geschrieben habe, also Einkaufszettel, irgendwelche Ideen oder ähnliches. Trotzdem kann ich mir nicht vorstellen jemals ein Buch zu schreiben. Das überlasse ich gern denen, die es können.

Woher nimmst Du Deine Ideen?

Wie schon erwähnt, da ist dieser Fundus, der sich im Laufe der Jahre in meinem Kopf angesammelt hat. Beim Lesen oder Anschauen von Filmen kamen mir immer mal wieder Ideen, wie ich es anders – natürlich nicht zwingend besser – machen würde, manchmal sind es einzelne Sätze oder eine Person, die mir irgendwo im realen Leben begegnet und mich zu einem Charakter inspiriert.

Das finde ich toll. Klar erlebt man Dinge, liest und guckt Filme. Trotz einer wahnsinnigen Fantasie würde mir keine ganze Geschichte einfallen

Welches Deiner Bücher liegt Dir am meisten am Herzen?

IMG_0544Da würde ich mich niemals festlegen! Ich liebe sie alle! Verlorener Stern ist mein Debüt, mein Erstling und so ein bisschen wie das Erstgeborene, worauf man noch ganz besonders stolz ist, weil es der erste Beweis dafür war, was man schaffen kann, wenn man nur will. SternRegen ist als Novelle ja fast gar kein richtiges Buch, aber auch daran hängt mein Herz und ich mag die Protagonisten sehr. Verlassener Stern, der 2. Band, ist das erste richtige Buch, das ich mit all dem Wissen, das ich bei Band 1 dazugewonnen habe, geschrieben habe. Vieles habe ich mir von Anfang an leichter machen können, einiges war sogar schwieriger, weil ich nun viel mehr nachdachte, als beim ersten Versuch. Ich habe irgendwie mehr mit mir gerungen beim Schreiben, aber dafür glaube ich auch, dass Band 2 inhaltlich gelungener, weil einfach durchdachter, ist.

Das glaube ich gern. Und ich denke stolz sollte man auf sein erstes Buch auch sein. Deine anderen Bücher kenne ich leider noch nicht, das wird sich aber bestimmt noch ändern 🙂

Welche Verbindung hast Du zu Deinen Protagonisten?

Hm, Verbindung zu meinen Protagonisten. In jedem Protagonist ist ein Funke einer Person, die ich wirklich kenne. Sowohl in den guten, als auch den bösen Charakteren. Natürlich ist niemand ein Spiegelbild von Menschen in meiner Umgebung, aber es sind kleine Nuancen, die ich übernommen habe. Und manchmal tun diese Menschen etwas, das mich dann ganz stark an meine Protas erinnert und ich muss innerlich grinsen.

Na, das kann ich mir vorstellen 🙂 Müsse ich wahrscheinlich auch. 

Gibt es Protagonisten aus Deinen Büchern die du mehr als andere magst?

Natürlich! Wer mag schon so einen Fiesling wie John Lewis aus Verlassener Stern? Er ist mir zwar ans Herz gewachsen, aber nur, weil ich ihn irgendwann auch endgültig für all seine Arroganz und sein fehlgeleitetes Verhalten abstrafen will. 😉

Da hast Du allerdings recht. Ich kann mich in gut geschriebene Bücher echt reinversetzen und einige auch wirklich hassen oder lieben 😉

Kannst Du Dir vorstellen auch ein anderes Genre zu schreiben?

Innerhalb des großen Genres Fantasy kann ich mir vorstellen, da auch mal was anderes als Paranormal Romance auszuprobieren. High Fantasy oder Dystopien zum Beispiel, aber ganz weg von der Fantasy würde ich weder wollen noch können. Obwohl mich ein Thriller schon auch zu fesseln weiß und ich es spannend fände, so etwas zu schreiben, glaube ich, dass ich dann doch am Ende dafür einfach nicht gemacht bin. Denn Thriller muss man vorher durchplanen, da darf man nichts dem Zufall überlassen und muss genau wissen, wo die Geschichte beginnt und wo sie endet und wie sie dorthin gelangt. Ich schreibe aus dem Bauch heraus. Weiß zwar, wo ich beginne und auch ungefähr, wie ich ans Ende gelange, aber dazwischen kommt mir während des Schreibens vieles zugeflogen. Fantasy erlaubt das.

Das stimmt. Dystopie klingt in meinen Ohren aber auch interessant 🙂 Thriller mag ich auch gerne, aber sowas schreiben könnte ich glaub auch nicht

Gibt es einen Ort wo Du am liebsten schreibst?

Zu Hause an meinem Schreibtisch. Es ist auch der einzige Ort, wo ich schreibe. Ich kann nicht draußen schreiben, oder im Zug oder im Café oder wo manche Autoren sonst berichten, dass sie schreiben. Ich könnte nicht mal in einer einsamen Hütte im Wald schreiben, weil ich da nicht meine gewohnte Umgebung habe und mich auf die neuen Eindrücke mehr konzentriere als aufs Schreiben.

Ich auch. Obwohl jetzt gerade sitze ich auf dem Balkon und genieße die Abendluft, das mag ich auch. Aber ich muss mich auch nicht auf ein ganzes Buch konzentrieren. Obwohl ich auch beim schreiben alles  drumrum abschalten kann.

Was stört Dich beim schreiben?

Wenig. Das Radio läuft, der Fernseher kann auch nebenher scheppern. Ich darf bloß IMG_0545nicht auf den Facebook-Knopf drücken. Dann ist es erst mal aus… Und Betty Rumpel, die Katze. Die stört auch manchmal. Ziemlich penetrant sogar. (Foto)

*Grins* ja, bei mir läuft immer Musik oder TV, egal ob ich was schreibe oder lese. Haustiere sind da allerdings sehr penetrant wenn man sie nicht beachtet 🙂

Wie verhinderst Du Schreibblockaden ?

Ich habe keine Schreibblockaden – jedenfalls bislang nicht. Es gibt Zeiten, in denen ich keine Lust habe zu schreiben, aber das heißt nicht, dass ich nicht wüsste, was ich schreiben könnte, wenn ich es hätte. Darum habe ich auch keine Empfehlung dafür bzw. dagegen. Ich glaube, ohne das Gefühl selbst zu kennen, dass es einfach nicht erzwungen werden kann, eine Geschichte zu schreiben. Sie ist da oder auch nicht. Und wenn sie nicht da ist, muss man warten, bis sie kommt. Ist die Blockade lediglich mangelnde Lust am Schreiben, dann braucht man eine Pause. Und wenn die vorbei ist, die Disziplin, sich trotz anfänglicher Unlust hinzusetzen und wieder anzufangen. Dazu sind Rituale ganz gut. Besondere Zeiten, bestimmte Abläufe, was auch immer, die die Zeit des Schreibens markieren.

Das klingt recht einfach. Ich denke Lust gehört immer dazu. Wenn ich keine Lust auf ein Buch habe, lass ich es. Dann hat es zu der Zeit keinen Sinn. So wird es auch beim Schreiben sein.

Wie findet Dein Umfeld, dass Du Autorin bist?

Ich bin Single und muss auf niemanden Rücksicht nehmen, von daher ist mein Umfeld eher weitgefasst. Freunde finden es fast alle toll und bewundern mich dafür, dass ich es durchgezogen habe und immer noch durchziehe. Ein paar wenige, die selbst auch nicht wirklich lesen, interessieren sich nicht wirklich dafür, aber das ist ja auch okay. Ich würde alles dafür geben, wenn meine Eltern es noch hätten erleben dürfen, meine Bücher zu sehen.

Das ist natürlich toll. Ich kenne es nur vom bloggen. Einige die nicht lesen, belächeln es. Andere kommen gut damit klar. Mein Mann unterstützt das voll, auch das Lesen. Ist ihm wohl lieber als andere Hobbys 🙂

Hast Du noch genug Zeit für Hobbys oder andere Beschäftigungen?

Nicht viel, aber ich bin ohnehin immer recht verbissen, wenn ich mal ein Thema habe, das mich beschäftigt. Ich lese natürlich, habe die Ausmalbücher für Erwachsene für mich entdeckt und ich wandere gern. Aber alles ist weniger geworden, seit ich selbst schreibe.

Na immerhin hast Du einen kleinen Ausgleich für Dich. Malen ist für mich so gar nichts. Lesen, Musik, Schwimmen und Freunde ist wohl das wichtigste neben der Familie für mich.

Was liest Du selbst gern( Genre, Titel ..)?

Seit ich selbst schreibe, habe ich fast nur noch die Bücher von Autorinnen und Autoren gelesen, die ich über Facebook kennengelernt habe. Da kann ich weder ein Genre noch einen einzelnen Titel herauspicken, denn es sind so viele tolle Bücher dabei gewesen, dass ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll. Bevor ich mir dieses Ziel gesetzt hatte, war ich absoluter Vampir-Fan und habe alles gelesen, was mit Vampiren auch nur entfernt zu tun hatte. Allerdings hat sich im Laufe meines Lebens das Genre auch immer mal wieder geändert, es gab die Phase historischer Romane, die Biografie-Phase, die Zeit, als ich hauptsächlich Thriller gelesen habe oder die Familienchroniken.

So ähnlich ist es bei mir auch. Natürlich gibt es Bücher, die ich zu meinen Lieblingsbüchern zähle, aber seit ich viel SP lese würde diese Liste immer weiter steigen.

Hast Du einen Lieblingsautor?

Nicht wirklich, aber es gibt einige, die mich nachhaltig beeindruckt und vielleicht sogar beeinflusst haben: John Jakes, Diana Gabaldon, Anne Rice, Stephen King

Stephen King 🙂 Meine liebsten Bücher in meiner Jugend. Heute eher weniger, obwohl seine Bücher toll sind. Aber das Genre ist heute nicht mehr ganz meins. Thriller ja, aber Horror nicht mehr.

Gibt es etwas, was Du Deinen Lesern gern sagen möchtest?

Ich möchte allen, die meine Bücher gelesen haben oder sie noch lesen wollen danken, dass sie Werken von unbekannten Autoren eine Chance geben! Allen, die mit ihren Rezensionen oder Bewertungen in welcher Form auch immer, ihre Meinungen, Gefühle und Gedanken über meine Geschichten mit mir teilen, möchte ich ganz besonders Danke sagen. Es heißt, gute Autoren bringen ihre Leser zum Weinen, aber es geht auch anders herum! Ich habe schon bei so mancher Leserreaktion die Tränen in den Augen gehabt! Und das ist es, was am Ende die größte Motivation zum Weiterschreiben liefert! Dankeschön!

Das hast Du schön gesagt. Ich bin eigentlich kein Mensch der leicht weint, aber Bücher schaffen das teilweise. 

An dieser Stelle Danke ich Dir vielmals für Deine Zeit und Deine Worte. Es hat mir wirklich spass gemacht. Ich hoffe dass die Leser nun etwas neugierig auf Deine Bücher geworden sind.

Autor:

Ich bin Kati , bin Mitte 40 und liebe das Lesen, Filme und Musik. Näheres über mich findet Ihr in der Kategorie "über mich".

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